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13.02.2018

Für einen verbesserten Übergang Gymnasium–Universität


Medienmitteilung

Bern, 13. Februar 2018 

Lehrpersonen an Gymnasien und Dozierende an Hochschulen arbeiten seit Jahren an der Optimierung dieser «Schnittstelle» zwischen Gymnasium und Hochschule. Wichtig ist der Blick in beide Richtungen. Einerseits: Was muss das Gymnasium verändern, dass es den Maturandinnen und Maturanden leichter fällt, ihr Studium erfolgreich zu beginnen. Andererseits: Wie muss die Universität auf das reagieren, was die Maturandinnen und Maturanden mitbringen. Dabei darf nicht vergessen werden, dass in den letzten Jahren die Ausbildungszeit am Gymnasium teilweise stark verkürzt wurde. 

Soeben erscheint der Schlussbericht «Übergang Gymnasium–Universität 3»  mit Empfehlungen. Auslöser war die dritten Konferenz Übergang Gymnasium–Universität (KUGU 3), die am 11./12. September 2017 in Bern stattgefunden hat. Aus der Vielfalt von Empfehlungen seien fünf wichtige herausgegriffen:

  • Neben disziplinärem Fachwissen sind auch Selbstorganisation, Selbstdisziplin und gesunde Selbstreflexion als wichtige Faktoren für den Studienerfolg zu fördern.
  • Durch eine transparente Information über die Anforderungen in den verschiedenen Studienfächern soll die Zahl der Studienabbrüche reduziert werden.
  • Das Bewusstsein für die Fachsprachlichkeit in allen Fächern, die Schreibkompetenz, die Mehrsprachigkeitskompetenz und die kulturelle Kompetenz der Maturandinnen und Maturanden sollen vertieft werden.
  • Lehrpersonen an Gymnasien sollen auch künftig neben einem Lehrdiplom mindestens über einen universitären Master verfügen, denn nur wer selbst wissenschaftlich tätig war, kann Wissenschaftspropädeutik vermitteln.
  • Dem Übergang von der Volksschule zum Gymnasium ist dieselbe Beachtung zu schenken wie dem Übergang vom Gymnasium zur Universität. 

Kontakt:
Ko-Präsidenten Kommission Gymnasium–Universität
Lucius Hartmann, l.hartmann@vsg-sspes.ch, 079 379 64 56
Norbert Hungerbühler, norbert.hungerbuehler@math.ethz.ch, 044 633 93 51

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