< Umfrage des VSG zum Beschäftigungsgrad
18.11.2016

Pädagogik - Hattie in den Medien


 

Der neue Unterrichts-Messias John Hattie und sein Evangelium "Visible Learning" werden mittlerweile nicht nur an Lehrerkonferenzen, sondern auch in den Medien überall herumgeboten. Aktuell im Tages-Anzeiger. Gemäss dem heutigen Zeitgeist wird mit Hattie auf reformpädagogische Errungenschaften wie das selbständige, entdeckende Lernen und den Projektunterricht eingedroschen. Das jeweilige Argument der Hattie-Jünger: Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler seien weniger gut als im traditionellen, sprich frontalen und geführten Unterricht. Dass es der Reformpädagogik um viel mehr geht als bloss um Leistungszuwachs, dass neben dem Büffeln selbständiges Arbeiten und Studieren ein wichtiges Ziel darstellt, dass moderner Unterricht im Suchen eines eigenen Wegs besteht, statt einer Autorität hinterherzuwackeln, dass es also erstmal eine gründliche Zielanalyse bräuchte, was man eigentlich erreichen will - das hat man heute, ein halbes Jahrhundert nach dem Aufbruch in den Sechzigern, gründlich vergessen.