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03.07.2019

Schweiz – Bildung und Einwanderung


Die Einwanderung aus der EU geht zurück. Das zeigt der aktuelle Bundesbericht des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco. 2018 betrug die Nettoeinwanderung aus der EU 31'000 Personen. Das ist weniger als die Hälfte des Spitzenjahrs 2013. Die gesamte Nettoeinwanderung betrug im Jahr 2018 54'000 Personen. Das sind 40 Prozent weniger als vor fünf Jahren.
Die meisten Zuwanderer sind bestens gebildet. Fast drei Viertel der seit 2010 Zugewanderten aus der EU arbeiten in Jobs für Hochqualifizierte: akademische Berufe, Führungskräfte, technische Berufe. Diese Hochqualifizierten, jubelt die NZZ, steigern das Wachstum und die Innovation, sie schaffen Stellen für die Inländer. Was die NZZ nicht schreibt: Die Inländer bleiben, statt die attraktiven Jobs selbst zu besetzen, im unserem rigiden Selektionsrechen hängen.
Trotz der Einwanderung bleibt die Nachfrage nach Arbeitskräften hoch, und zwar auf allen Stufen. Die Löhne sind seit 2002, als die Personenfreizügigkeit eingeführt wurde, um 0.7 Prozent pro Jahr gestiegen. Das gilt für tiefe, mittlere und hohe Löhne.
 
Schöchli, Hansueli: Die Einwanderung aus der EU sinkt auf die Hälfte. NZZ. 1.7.2019

-: 15. Bericht des Observatoriums zum Freizügigkeitsabkommen Schweiz-EU. Bern 1.7.2019