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10.06.2018

Gymnasium - Schoenenbergers Auslegeordnung


NZZ-Journalist Michael Schoenenberger legt in seinem Kommentar "Besser machen, was gut ist" seine Sicht aufs Gymnasium dar. Die wichtigsten Punkte: Das Gymnasium soll der Hort klassischer Bildung bleiben. "Algorithmen statt Aristoteles" ist für ihn der falsche Weg, Zentralisierung und Standardisierung ebenfalls. Bildungsziele sollen das kritische Denken und das selbständige Urteilen bleiben. Die Maturität soll nur behutsam reformiert werden. Der Fachkräftemangel soll nicht zu einer Erhöhung der gymnasialen Maturitätsquote führen, sondern nur zu einer  Erhöhung der Berufsmaturität und der höheren Berufsbildung. Würde die gymnasiale Quote erhöht, ist für Schönenberger klar, dass die Qualität zwangsläufig sinken würde. Hochschulen würden Eintrittsprüfungen einführen.

Schönenbergers Kommentar kann als weitverbreitete und landläufige Meinung zum Gymnasium gelten. Er erhält viel Zuspruch in den sozialen Medien, unter anderem vom VSG und dem Mittelschullehrerverband Zürich MVZ.

 

Quelle: Schoenenberger, Michael: Besser machen, was gut ist. NZZ. 8.6.2018