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11.05.2017

Schweiz - Wolter will zwei Fremdsprachen


Stefan Wolter, der Direktor der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung, hat sich in die Fremdsprachendebatte eingeschaltet. In der NZZ äussert er sich zum Stand der Forschung. Es gebe keine Anzeichen für eine Überforderung der Kinder durch frühes multiples Sprachlernen, sagt Wolter. Die angebliche Überforderung der Kinder sei nur ein subjektiver Eindruck von Lehrpersonen und Eltern - auch wenn sie in Einzelfällen zutreffe. Der Unterricht für alle solle sich nicht an diesen wenigen Überforderten orientieren.

 Wolter widerspricht auch der Zürcher Linguistin Simone Pfenninger. Laut Pfenninger sind Spätlerner auf der Oberstufe bereits nach einem halben Jahr auf dem Englisch-Wissensstand der Frühlerner. Pfenningers Arbeiten seien widerlegt, sagt Wolter. Man könne nicht in einem halben Jahr drei Jahre Unterricht nachholen. Jüngste Untersuchungen kämen zum Schluss, dass der Unterricht über mehrere Jahre zu höheren Leistungen führe.