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17.10.2020

Genf – Proteste gegen Sparpläne


Das Staatspersonal in Genf, darunter neben Pflegenden und Beamten die Lehrpersonen, demonstriert gegen Pläne der Regierung, ihren Lohn während vier Jahren um ein Prozent zu kürzen und Lohnanstiege auszusetzen. Die Genfer Regierung rechnet wegen der Coronakrise mit einem Defizit von 1.5 Milliarden in diesem und im nächsten Jahr. Sie erwartet vom Staatspersonal Solidarität mit der Angestellten in der Privatwirtschaft, die teilweise Lohneinbussen wegen Kurzarbeit oder gar Entlassungen hinnehmen müssen. Die Personalverbände wollen von Notsparmassnahmen nichts wissen. Ihr Argument: Sie hätten während der Krise viel zusätzliche Arbeit geleistet, die zwar verdankt, doch nicht speziell entlöhnt worden sei. Die Erfolgsaussichten der Sparpläne sind gering. In Genf sind die Personalverbände sehr stark, entsprechend frustriert zeigt sich die bürgerliche Minderheit.
 
Echo der Zeit. srf. 16.10.2020